Unsere Ziele:

Die Arbeitsgemeinschaft der Rotmilanfreunde Lippe im Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe e.V. stellt in diesem Blog ihre Arbeit vor. In Lippe befindet sich ein Dichtezentrum der Rotmilanverbreitung. Die lippischen Rotmilane werden kartiert und erforscht, um einen optimalen Schutz zu ermöglichen.

Montag, 17. März 2025

Horstkamera bei G1

Am 30. Januar 2025 haben wir am Horst von Rotmilan G1 eine Wildkamera angebracht. Hier am Wiembecker Berg hat er bereits seit einigen Jahren sein Brutrevier. Den Horst in der Rotbuche nutzt Rotmilan G1 zusammen mit seiner Partnerin nachweislich seit 2023. Sashi, unserer Baumkletterer, muss zur Kamerainstallation auf eine Höhe von über 30 Meter. Das Maßband zeigt für die Horsthöhe exakt 29,80 Meter an. Unterstützung hat Sashi durch den Baumkletterer Merlin Schmitz. 

Am Horst von Rotmilan G1 setzen wir das erste Mal eine Wildkamera vom Typ TACTACAM ein. Ein Solarpanel soll für eine kontinuierliche Stromversorgung sorgen.

Jetzt heißt es abwarten, bis Rotmilan G1 aus seinem Überwinterungsgebiet zurückkehrt und seinen Horst zum ersten Mal aufsucht. Wir sind auf jeden Fall gespannt! 

Montag, 10. März 2025

Sendermilan Spenge_06

Als erster unserer besenderten Rotmilane hat sich Rotmilan Spenge_06 aufgemacht, er ist jetzt auf dem Rückflug. Aktuell hält sich der Sendermilan in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine auf, die letzte Nacht verbrachte er bei Perpezac-le-Noir. Noch liegt der weitaus größte Teil seiner Flugstrecke vor ihm. Letztes Jahr hat unserer Sendermilan aus dem Kreis Herford für den Flug insgesamt 14 Tage gebraucht. Wir drücken ihm für eine erfolgreiche Rückkehr fest die Daumen!


 

Montag, 3. März 2025

Der Kolkrabe

Am 24. Januar 2025 zeigt die Wildkamera am Rotmilanhorst in Elbrinxen zwei Kolkraben. Vermutlich ist es das Revierpaar, das jetzt im Winter auf der Suche nach einem geeigneten Brutplatz den Horst gemeinsam inspiziert. Denn bereits in wenigen Wochen beginnen die Kolkraben mit der Brut. Hier im Schwalenberger Wald gibt es inzwischen wieder mehrere Kolkrabenreviere. Der Bestand hat sich in Lippe seit den 1980er Jahren sehr positiv entwickelt. Zuvor war der Kolkrabe hier über viele Jahrzehnte verschwunden, zu arg hat ihn der Mensch verfolgt.

Dabei gilt der Kolkrabe als sehr intelligent; er ist vielleicht sogar der intelligenteste all unser heimischen Tierarten überhaupt. Auch seine ungewöhnliche Lernfähigkeit machte ihn in der Verhaltensforschung berühmt. Aber wie viele andere schwarzgefiederte Vögel auch, ist und war der Kolkrabe bei vielen Menschen unbeliebt; er hat ein schlechtes „Image". So erklärt sich auch die direkte Verfolgung des Kolkraben, die fast zu seinem vollständigen Verschwinden geführt hätte.

Mit dem Rotmilan lebt der Kolkrabe auf jeden Fall in guter Nachbarschaft, auch hier in Elbrinxen.