Unsere Ziele:

Die Arbeitsgemeinschaft der Rotmilanfreunde Lippe im Naturwissenschaftlichen und historischen Verein für das Land Lippe e.V. stellt in diesem Blog ihre Arbeit vor. In Lippe befindet sich ein Dichtezentrum der Rotmilanverbreitung. Die lippischen Rotmilane werden kartiert und erforscht, um einen optimalen Schutz zu ermöglichen.

Montag, 14. Januar 2013

Zeitungsstar Rotmilan RR


Heute und am Samstag wurde über den Rotmilan RR der in Frankreich gesichtet wurde, in den Lippischen Zeitungen berichtet! Stolz ist die Dame mit ihrer Schwester auf einem Foto, wo Sie gemütlich mit ihrem Ausweis im Nest liegt. Wo sind die Damen wohl jetzt?
Wahrscheinlich im sonnigen Spanien, jedenfalls sind keine neuen Sichtungen, auch bei der Zählung am 5. und 6. Januar in Frankreich gemacht wurden.
Wann sehen wir Sie wieder?
Kommen Sie schon im Sommer zurück in die Lippischen Reviere ? Oder bleiben Sie noch im Süden? Anhand dieser Flügelmarken können diese Fragen kontrolliert werden!
Jedenfalls werden die Lippischen Rotmilanfreunde um Jörg Westpfahl und Heiko Seyer bei ihren Beobachtungsgängen im Frühjahr/Sommer der Frage nachgehen!




Hier der Pressetext:

Kreis Lippe (rj). Kürzlich erreichte die lippischen Rotmilanfreunde eine ganz besondere Nachricht aus Frankreich: Einer der lippischen Rotmilane mit einer Flügelmarke, war auf seinem Weg ins Winterquartier gesichtet worden. „Da in Lippe im Jahr nur 19 Milane entsprechend gekennzeichnet werden konnten und angesichts der Zahl von mehreren 1000 Durchzüglern, ist das ein besonderer Erfolg“, so Jörg Westphal von der unteren Landschaftsbehörde des Kreises Lippe.
Er gehört zu den lippischen Rotmilanfreunden, die sich die Erforschung und den Schutz dieser Tiere auf die Fahnen geschrieben haben. „Durch die Kartierungen konnte nun wissenschaftlich untermauert werden, dass wir hier in Lippe einen Schwerpunkte der Rotmilanverbreitung haben – und das bundesweit. Je mehr Daten wir zusammentragen können, desto besser lassen sich Schutzmaßnahmen konzipieren und verwirklichen“, sagt Heiko Seyer, ebenfalls ein Mitglied der Rotmilanfreunde. 
Dem dienen auch die Flügelmarken. Ein markierter Milan war bereits im Herbst bei Unna beobachtet worden. Am 14. Oktober vergangenen Jahres entdeckte Vincent Ternois bei Magny Fouchard, einem kleinen Ort in der Champagne-Ardenne, fünf Rotmilane. Unter diesen befand sich auch ein Tier mit einer weißen Flügelmarke und dem schwarzen Buchstabencode RR. Dem französischen Ornithologen gelang es noch, diesen Rotmilan zu fotografieren, bevor die Gruppe weiterflog. Nun erreichte das Bild die lippischen Rotmilanfreunde.
Der Greif mit der Flügelmarke RR ist im vergangenen Jahr in Barkhausen bei Detmold geschlüpft. Am 12. Juni erhielt er seine „individuelle“ Flügelmarke von Prof. Oliver Krüger und Nayden Chakraov von der Universität Bielefeld. Dabei wurde auch das Geschlecht bestimmt. Beim Rotmilan RR handelt es sich um ein Weibchen, wie Prof. Krüger am „properen“ Gewicht von mehr als 1000g feststellen konnte. „Weibchen sind gewöhnlich schwerer, auch schon während des Nestlingsalters“, so die Erklärung des Wissenschaftlers. Der zweite, ebenfalls weibliche Jungmilan im Horst bekam die Flügelmarke mit dem Buchstabencode RW. Die Flügelmarken haben den Vorteil, dass sie auf große Entfernung abgelesen werden können. Ihre Anbringung ist vollkommen schmerzlos für die Tiere und die Nummernschilder beeinträchtigen die Greife auf keinen Fall. 
Mitte Juli konnte Westphal die Jungmilane bei ihren ersten Flugversuchen beobachten. Wann die beiden den elterlichen Horst endgültig verlassen haben, ist den lippischen Rotmilanfreunden nicht bekannt. „Vermutlich haben sie sich Anfang Oktober auf den Weg ins Überwinterungsgebiet nach Spanien aufgemacht“, glaubt Seyer. Bei seiner Beobachtung am 14. Oktober durch Vincent Ternois hatte der Jungmilan bereits mehr als 520 Flugkilometer zurückgelegt. Wie weit ihn sein weiterer Zug noch führt, ist für die lippischen Rotmilanexperten eine spannende Frage. Vielleicht klärt sie sich in Kürze aber auf. Denn am ersten Januarwochenende dieses Jahres wurden in Spanien, Frankreich und einigen weiteren europäischen Ländern Rotmilane gezählt und registriert und vielleicht ist dann auch Jungmilan RR oder seine Schwester wieder mit dabei gewesen.

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