Unsere Ziele:

Die Arbeitsgemeinschaft der Rotmilanfreunde Lippe im Naturwissenschaftlichen und historischen Verein für das Land Lippe e.V. stellt in diesem Blog ihre Arbeit vor. In Lippe befindet sich ein Dichtezentrum der Rotmilanverbreitung. Die lippischen Rotmilane werden kartiert und erforscht, um einen optimalen Schutz zu ermöglichen.

Sonntag, 17. August 2014

Lehrjahre

Mit Beginn der Selbstständigkeit verlassen die jungen Rotmilane ihre Geburtsstätte und streifen umher, allein oder oftmals auch in Gruppen. Dieses Umherstreifen, der Fachmann spricht von der Jugenddispersion, ist für die Jungmilane von großer Wichtigkeit. Sie sammeln dabei Erfahrungen, verbessern ihr Flug- und Jagdvermögen, sie lernen Gefahren zu erkennen und zu vermeiden. Denn eine ihrer ersten großen Herausforderungen steht ihnen ab Ende August bevor. Dann beginnen die ersten Rotmilane ins Winterquartier nach Spanien oder Frankreich zu ziehen. Ein langer, oft auch gefährlicher Flug. Abschüsse, Stromleitungen, Straßenverkehr, Windkraftanlagen oder Vergiftungen, mit all diesen Gefahren können vor allem junge, unerfahrene Jungmilane konfrontiert werden. Ein lippischer Rotmilan, der sich vermutlich in wenigen Wochen auf seine erste große Reise aufmacht, ist Rotmilan C8. Er ist dieses Jahr in einem Horst bei Bad Meinberg zur Welt gekommen. Anfang Juni bekam der Jungmilan wie seine beiden Geschwister Vogelwartenring und Flügelmarken. Der Horstplatz wird seit einigen Jahren von Heiko Seyer betreut. Er war es auch, der C8 Ende Juli ein letztes Mal am elterlichen Horst sah. Im August wurde er bisher zweimal gesichtet. Das erste Mal in Voßheide (wir berichteten) und tagsdarauf in Barkhausen. Beide Beobachtungsorte sind bereits 10,8 bzw. 7,9 km von seiner Geburtsstätte entfernt. Hoffentlich sind seine Lehrjahre erfolgreich, das wünschen ihn auf jedem Fall die Lippischen Rotmilanfreunde.

Jungmilan C8 in Barkhausen
Jungmilan C8 im elterlichen Horst

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