Unsere Ziele:

Die Arbeitsgemeinschaft der Rotmilanfreunde Lippe im Naturwissenschaftlichen und historischen Verein für das Land Lippe e.V. stellt in diesem Blog ihre Arbeit vor. In Lippe befindet sich ein Dichtezentrum der Rotmilanverbreitung. Die lippischen Rotmilane werden kartiert und erforscht, um einen optimalen Schutz zu ermöglichen.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Rotmilan und Gewerbegebiet

Anwohner bleiben kritisch. So schreibt eine bekannte Bielefelder Tageszeitung in ihrer jüngsten Ausgabe zu einem geplanten Gewerbegebiet. Auch die Naturschützer sollten Kritik üben. Denn hier jagt der Rotmilan. Sein Brutplatz befindet sich in der Nähe des Gewerbegebietes. Heute entdeckte unser Rotmilanfreund den Horst und konnte dabei die Fütterung eines flüggen Jungmilans beobachten. Die Belange des Rotmilans sind zu berücksichtigen, meint daher unser Rotmilanfreund. Und was sagt das Naturschutzgutachten zum geplanten Gewerbegebiet: Es gibt keine artenschutzrechtlichen Konflikte.  Eine Aufforstung als Kompensation hilft dem Rotmilan nicht. Das macht den Nachwuchs nicht satt, findet unser Rotmilanfreund.

Jungmilan nach Futterübergabe

Dienstag, 24. Juni 2014

Lehrjahre

Der Horst ist verwaist. Die drei Donoper Jungmilane sind ausgeflogen. Nun beginnt für sie der Ernst des Lebens. Die Milane müssen fliegen aber auch landen lernen. Gerade das Landen gestaltet sich mitunter recht schwierig, vor allem wenn dünne Äste als Landeplatz ausgewählt wurden. Die jungen Milane halten sich nach dem Ausfliegen meist in der Nähe des Horstes auf, so können sie von den Eltern weiterhin mit Nahrung versorgt werden. Nach zwei bis drei Wochen nabeln sich die Jungmilane endgültig ab und jagen dann selbständig. In dieser Zeit sind sie vielen Gefahren ausgesetzt. Noch unerfahren, können sie Opfer von Straßenverkehr, Stromleitungen oder Windkraftanlagen werden. Zu ihrem Schutz bilden Jungmilane oft größere Gruppen, denen sich auch Altvögel anschließen können. Die Gruppen bleiben oft bis zum Herbstzug in die Winterquartiere zusammen.

Verwaister Horst
Unbeholfene Landung

Montag, 23. Juni 2014

Neugierige Blicke

In den letzten Tagen,ließen sich bei einigen nicht bestiegenen Horsten,die Jungvögel schön beobachten,wie Sie neugierig ihre Umgebung studierten.Einige sind schon so weit, das Sie bald den nahen Horst Bereich verlassen, und im nahen Ast Bereich rumturnen.Auch stellt sich heraus, das dieses Jahr ein guter bis sehr Guter Bruterfolg erreicht wurde.Es gab eigentlich sehr wenige Brutabbrüche,allerdings sind einige bekannte langjährige Brutpaare großflächig umgezogen,diese sind bis Heute nicht gefunden worden.

2 Jungvögel  aus dem Bereich Wöbbel 

2 Jungvögel aus dem Blomberger Bereich



Samstag, 21. Juni 2014

Geburtstag

Die Adlerwarte Berlebeck wird 75 Jahre alt. Gefeiert wird am morgigen Sonntag auf der Adlerwarte mit einem großen Familienfest. Die lippischen Rotmilanfreunde gratulieren zum Geburtstag ganz herzlich. Die Adlerwarte Berlebeck ist die älteste und größte zoologische Einrichtung ihrer Art. Über 200 Greifvögel und Eulen leben hier. Die täglichen Freiflugvorführungen sind zweifelsohne der Höhepunkt für die Besucher, mehr als 100.000 kommen jedes Jahr. Neben der Vogelzucht engagiert sich die Adlerwarte auch bei Auswilderungsprogrammen und als Auffangstation für verletzte und kranke Greifvögel und Eulen. Zum Team der Adlerwarte gehört auch Benny Aschmann. Er ist mit Herz und Seele Falkner. Die Lippischen Rotmilanfreunde freuen sich auf die Geburtstagfeier und bedanken sich an dieser Stelle für die sehr gute Zusammenarbeit.

Adlerwarte Berlebeck
Amerikanischer Weißkopfseeadler "Diva"

Falkner Benny Aschmann

Donnerstag, 19. Juni 2014

Vier auf einen Streich

Der Rotmilan legt meistens zwei oder drei Eier. Seltener besteht das Gelege aus einem oder vier Eier. Wieviele Junge aus dem Gelege schlüpfen, hängt von vielen Faktoren ab. So bestimmt vor allem das Alter der Brutpaare, das Wetter und das Nahrungsangebot den Bruterfolg. In schlechten Rotmilanjahren ist die Zahl erfolgreicher Bruten gering und oft ist nur ein Nestling im Horst. Anders sieht es dagegen in guten Jahren aus. Dann ziehen viele Paare zwei oder drei Junge erfolgreich groß. Vier Nestlinge sind aber auch bei sehr gutem Nahrungsangebot selten. Und so waren die Lippischen Rotmilanfreunde auch sehr erfreut als sie bei der Beringung in Großenmarpe ein Brutplatz mit vier Nestlingen vorfanden. Alle vier Rotmilane machten einen guten Eindruck, waren gut ernährt und gesund. So bekamen auch sie Ring und Flügelmarke von Oliver Krüger.

Vier Jungmilane aus Großenmarpe
Ganz nah dran am Rotmilan 6A
Dicht gedrängt im Horst


Bald flügge

Sie sind vermutlich die ältesten Nestlinge in Nordrhein-Westfalen. Die Elterntiere hatten bereits Mitte März mit der Brut begonnen. Ein sehr früher Termin, der sich ausgezahlt hat. In wenigen Tagen sind die drei Rotmilane aus Donop flügge. Dann werden sie den elterlichen Horst für immer verlassen. Bei der Beringung war jedes der Küken bereits mehr als ein Kilogramm schwer. Ein gutes Gewicht für das bevorstehende Ausfliegen. Mit etwas Glück kann der Donoper Rotmilannachwuchs dann dank der Flügelmarken erneut beobachtet werden.

Stolz präsentiert von Heiko Seyer, Oliver Krüger und Anna-Katharina Müller

Jungmilan 4A als Ästling

Auch Nachwuchs C9 im Ästlingsstadium

Immer wachsam

Die Jungvögel sind schon groß,und werden bald in das Ästlingsstadium übergehen,und den Horst immer mehr verlassen.Dieser Jungvogel schaut wachsam nach unten.Der Altvogel hat vorher laut rufend gewarnt,und ein anderer Jungvogel ging auf Duckstation.Zwei Jungvögel konnten entdeckt werden.Aber auch ein Dritter könnte da sein.Gerade in den Horsten die nicht erklettert wurden,ist viel Arbeit und Ausdauer nötig um die Jungen Zahl zu ermitteln.Dieses ist gut möglich wenn sich die Jungen im Ästlingsstadium außerhalb des Horstes aufhalten.Die Altvögel sind aber immer wachsam in der Nähe,wie auf dem anderen Foto zu sehen.


Rotmilanküken auf dem Horst
                                 
Altvogel wachsam am Horst
                             

Mittwoch, 18. Juni 2014

Der Ring fürs Leben

Ein Leben lang werden sie den Ring der Vogelwarte Helgoland tragen. Jeder der Ringe, den Prof. Oliver Krüger vom Lehrstuhl Verhaltensforschung an der Universität Bielefeld am Lauf der Rotmilanküken angebracht hat, ist einmalig und gibt später Auskunft über den Lebensweg seines Trägers. Zusätzlich zum Vogelwartenring haben große Küken Flügelmarken bekommen. Somit sind sie später auch aus größer Entfernung mit dem Fernglas oder Spektiv individuell erkennbar. Zwei lange Tage im Juni waren das Team von Oliver Krüger und die Lippischen Rotmilanfreunde unterwegs um die "Red kites" zu beringen. Es war auch dieses Jahr sehr spannend und interessant. In den folgenden Blogbeiträgen werden wir von unseren Erlebnissen berichten.

Rotmilanküken werden beringt, vermessen und untersucht

Rotmilanküken beringt und mit Flügelmarke
Beringte Rotmilanküken zurück im Horst