Unsere Ziele:

Die Arbeitsgemeinschaft der Rotmilanfreunde Lippe im Naturwissenschaftlichen und historischen Verein für das Land Lippe e.V. stellt in diesem Blog ihre Arbeit vor. In Lippe befindet sich ein Dichtezentrum der Rotmilanverbreitung. Die lippischen Rotmilane werden kartiert und erforscht, um einen optimalen Schutz zu ermöglichen.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Kania ruda

In Polen ist der Rotmilan Vogel des Jahres 2013. Dort nennt man den roten Drachen Kania ruda. Wie bei uns hat er auch dort viele Freunde. Einer von ihnen ist Kordian Bartoszuk. Zusammen mit der Adam-Mickiewicz-Universität Posen hat er in diesem Jahr 21 nestjunge Rotmilane mit selbst entwickelten Sendern ausgestattet. Die 25 g leichten Sender sind GSM Datenlogger vom System Aquila. Mit den gewonnenen Daten soll die Lebensweise der polnischen Rotmilane, deren Bestand auf bis zu 1.500 Brutpaare geschätzt wird, besser erforscht werden. Kordian ist zusammen mit weiteren polnischen Rotmilanfreunden den jungen Milanen nach Spanien gefolgt. Ihre Reise war erfolgreich. Im Dezember konnte in der Extremadura ein besendeter polnischer Rotmilan gesichtet werden. Er hat den Nationalpark Monfragües für sein Winterquartier  ausgewählt. Kordian hat unserem Rotmilanfreund Heiko Seyer von seiner Reise ins spanische Überwinterungsgebiet berichtet. Die beiden stehen seit einigen Monaten in einem engen Austausch miteinander - Polnisch-Deutsche Rotmilanfreundschaft eben.
 
 
Polnischer Rotmilan mit Sender
 
 
 
 
 
 

Montag, 23. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Die lippischen Rotmilanfreunde wünschen allen Lesern und Leserinnen unseres Blogs ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2013. Seit einem Jahr berichten wir nun über unsere Arbeit mit dem Rotmilan. Wir hoffen, dass es interessant war und wir ein wenig von unserer Begeisterung für den roten Drachen zeigen konnten.
Jetzt, wo die Rotmilane ins Winterqauartier gezogen sind, arbeiten wir bereits an den neuen Projekten. Wir möchten noch mehr über das Leben der Rotmilane bei uns im Kreis Lippe erfahren. Vielleicht gelingt uns das. Mehr dazu in den kommenden Blogbeiträgen.
Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr gerne bei allen Rotmilanfreunden in Deutschland, Spanien, Frankreich, Polen und in der Schweiz, die uns immer wieder unterstützt haben. Vielen Dank dafür!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Rotmilan auf Siegerbild

Mit seinem winterlichen Portrait „Leben und Tod“ eines Rotmilans, aufgenommen im Naturpark Lauenburgische Seen, wurde Gernot Blum, Naturfotograf aus Groß Sarau, vom Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN) zum Jahressieger im deutschlandweiten Fotowettbewerb „Augenblick Natur!“ 2013 gekürt.

Hier gehts zu der Meldung und dem Siegerfoto...

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Spektakulär

war der heutige Einsatz von unserem Rotmilanfreund Andreas Fettig. Kein Baum oder Greifvogelhorst, diesmal war seine Arbeit am geologischen Aufschluss an der Adlerwarte Berlebeck gefragt. Um die Gefahr von Steinschlag zu minimieren, mussten die Bäume an der Steilwand gefällt werden. Unterstützung bekam Andreas von den beiden Baumkletterer Andreas Dippel und Daniel Raul. Auch für die zwei war ihr Arbeitsort nicht alltäglich. Spaß hat es den beiden gemacht und von einem zufriedenen Chef gab es dafür extra gut belegte Brötchen und Kuchen.

 

Geologischer Aufschluss an der Adlerwarte Berlebeck

 
Spektakulärer Einsatz an der 20 m hohen Gesteinsformation


Und ein hoch konzentrierter Chef

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Rotmilanrevier im Spätherbst

Nur noch wenige Tage bis zum Winterbeginn, ein herrlich sonniger Tag, da wird der Kontrollgang zum Oesterholzer Brutplatz auch ohne Rotmilane für mich zu einem besonderen Erlebnis. Dort, wo die berühmte viereihige Fürstenallee mit ihren 300-jährigen Baumveteranen die Paßstraße von Schlangen nach Detmold säumt, dort hat auch der Rotmilan sein Revier. Ein besorgter Blick in Richtung Horstbaum, aber unbegündet, denn Horst ist noch da. Das Sturmtief "Xaver" ließ ihn unbeschadet. Der Brutplatz befindet sich auf einer Eiche, nur wenige Meter vom Waldrand entfernt. In diesem Jahr sind hier 2 Jungmilane großgeworden. Auch sie wurden beringt und mit Flügelmarken markiert. Irgendwo in den Baumwipfeln sitzt eine Kolkrabe. Jetzt, wo der Rotmilan den Horstwald verlassen hat, ist er hier der uneingeschränkte Wächter des Reviers. Seine Rufe zeigen, dass er jeden meiner Schritte im Wald wahrnimmt. Ein letzter Blick zum Horst und die Vorfreunde auf die Rückkehr des roten Drachen von Oesterholz im kommenden Frühjahr ist plötzlich da.
 
 
Verwaister Horst
 
 
Lange Schattenbilder im Horstwald
 

Ein kleiner Umweg nur, aber das Fangnetz bleibt unbeschädigt
 

Dienstag, 3. Dezember 2013

Fazination Kraniche

Heute Morgen im Großen Moor, das Moor bei Uchte ist Startpunkt einer Kranichreise durch die Diepholzer Moorniederung. Minus 5°C, fast klarer Himmel und die Vegetation ist von weißem Raureif überzogen. Der Großteil der Kraniche hat inzwischen die Diepholzer Moorniederung verlassen, so steht es auf der Webseite des BUND. Auch wenn es nur noch wenige sind, die Fazination Kraniche bleibt, meint unser lippischer Rotmilanfreund und hat ein paar Eindrücke von seiner heutigen Kranichreise mitgebracht. Die ersten vier Kraniche, kurz nach Sonnenaufgang, noch ist es kalt, stehen fast unbeweglich da.

 
Es werden dann doch noch mehr, zunächst eine Gruppe von 10 Tieren und dann, bei Lohhof stehen auf einem Acker mehr als 300 Kraniche. Ein toller Anblick. Unter den Kranichen befinden sich zwei deutsche Ringkraniche. Sie werden später zu Hause in die Kranichdatenbank icora eingegeben. Das Hakenmoor ist dagegen verwaist. Dort, wo jeden Herbst die ersten größeren Kranichansammlungen zu beobachten sind, entdeckt unser lippischer Rotmilanfreund keinen einzigen Kranich. Dafür stehen einige kleinere Kranichgruppen rund um das Wietingsmoor. Es ist inzwischen wärmer geworden. Den Kraniche gefällt es, zwei von ihnen tanzen sogar.

 
Die meisten Kraniche auf seiner Reise sieht er rund um das Goldenstedter Moor zwischen Vechta und Barnsdorf. Bei Rödenbeck sind es mehr als 500 Kraniche, die hier dichtgedrängt äsen und Wasser aus einem Graben trinken.
 
 
Zwischen den vielen Kranichbeinen entdeckt der lippische Rotmilanfreund sogar bunte Farbringe, die zu einen schwedischen Ringkranich gehören, der kurz darauf jedoch wegfliegt.
 
 
Zu den Kranichen haben sich hier mehr als 250 Sing- und Zwergschwäne gesellt. Herrlich, "trompetende" Kraniche in Duett mit "singenden" Schwänen. Hier verweilt unser Rotmilanfreund einige Zeit und genießt. Später, in einer weiteren größeren Kranichgruppe fotografiert er einen deutschen Ringkranich. Der Kranich stammt aus Mecklenburg-Vorpommern und wurde 2011 als Jungvogel beringt. Auf seinem Rücken trägt er sogar einen Peilsender. Im Rehdener Geestmoor, hier finden sich jedes Jahr im Herbst die meisten Kranichfreunde ein, rasten etwa 100 Kraniche. Am Beobachtungsturm haben sich einige wenige Kranichfreunde eingefunden, die auf die einfliegenden Kraniche warten. Es wird langsam dunkel, das Oppenweher Moor ist verwaist. Keinen einzigen Kranich bekommt er zu Gesicht, dafür aber ein riesiges Windrad, das gerade aufgebaut wird. Schön war es bei den Kranichen, wie immer, denkt sich unser Rotmilanfreund aus Lippe und fährt zufrieden nach Hause.






Donnerstag, 28. November 2013

Rød Glente

Seinen Sommerurlaub verbringt der lippische Rotmilanfreund jedes Jahr in Dänemark. Dieses Jahr hat er auf dem Rückweg durch Südostjütland bei Aabenraa zum ersten Mal einen Rotmilan gesehen. Im Dänischen wird der Rotmilan rød Glente genannt. Er ist dort ein seltener Brutvogel, aktuell schätzt man den Bestand auf etwas mehr als 50 Brutpaare. Die meisten davon kommen in Ostjütland, bei Vejle und Aarhus vor, aber auch auf den Inseln Seeland, Møn, Lolland und Falster gibt es brütende Rotmilane. In weit größerer Zahl kann man in Dänemark jedoch durchziehende schwedische Rotmilane beobachten. Im nördlichen Nachbarland brüten heute mehr als 1.000 Paare. Viele davon überwintern aufgrund regelmäßiger Fütterung inzwischen sogar dort. Wie in vielen anderen Ländern setzen sich in Dänemark seit einigen Jahren Menschen für den Schutz des røde Drage ein, unter anderem wurden hier Rotmilane beringt, mit Flügelmarken und Funksendern versehen. So konnte im Jahre 2004 mit dem Jungmilan DK 1 erstmals ein überwinternder dänischer Rotmilan in Spanien nachgewiesen werden. Das freut auch den lippischen Rotmilanfreund, der nun auch ein neues dänisches Wort dazu gelernt hat.
 
 
Røde Drage - Roter Drachen
 
 
 
 
 
 

Montag, 25. November 2013

Milano real R3 en Espania

Eine schöne vorweihnachtliche Überraschung! Unser Rotmilan R3 wurde am 18. November 2013 im spanischen Palau d'Anglesola beobachtet und sogar fotografiert. Er ist somit der erste lippische Rotmilan, dessen Aufenthalt in Spanien, dem Hauptüberwinterungsgebiet des Rotmilans dokumentiert wurde. Gesehen hat ihn der spanische Rotmilanfreund Joan Rodríguez. Palau d'Anglesola liegt zirka eineinhalb Autostunden nordwestlich von Barcelona entfernt. Rotmilan R3 stammt aus Voßheide. Er kam 2012 zur Welt und wurde am 31. Mai 2012 zusammen mit seinen beiden Geschwistern von Prof. Oliver Krüger beringt und erhielt von ihm auch seine weiße Flügelmarke. Rotmilan R3 ist ein Weibchen. Leider gibt es von der jungen Rotmilandame kein Foto. Bei der Beringung hat es geregnet und somit blieb der Fotoapparat in der Hosentasche. Betrüblicherweise ist eines der drei Voßheider Rotmilanküken bereits tot. Vermutlich ist es bei Flugübungen oder Geschwisterstreitigkeiten aus dem Horst gestürzt und dann einem Fuchs oder Marder zum Opfer gefallen. Bei einer Brutplatzkontrolle lagen unter dem Horst Federn und die beiden Flügelmarken. Vom Verbleib des dritten Jungmilans ist dagegen nichts bekannt. Unbekannt ist auch, wo sich die Rotmilandame R3 in der Zwischenzeit aufgehalten hat.  Unbeantwortet bleibt zunächst auch, ob Palau d'Anglesola bereits ihr endgültiges Überwinterungsziel ist oder sie noch weiter südlich zieht. Die lippschen Rotmilanfreunde freuen sich aber auf jeden Fall über die Meldung aus Spanien.
  Rotmilandame R3 in Spanien
(Fotograf: Joan Rodríguez)




Montag, 18. November 2013

Dichtezentrum

Gute Nachricht für die lippischen Rotmilanfreunde: Der Kreis Lippe gehört zu den Dichtezentren des Rotmilans in Nordrhein-Westfalen. Nur in den Kreisen Hochsauerland und Höxter sind mehr Reviere bei der landesweiten Erfassung 2011 und 2012 gezählt worden. Das wurde jetzt auf einer Greifvogeltagung in Schwerte bekanntgegeben. Dichtezentren sind für die Arterhaltung und Populationsentwicklung einer Tierart von besonderer Bedeutung. Die lippischen Rotmilanfreunde sind sich deshalb ihrer hohen Verantwortung beim Schutz des Rotmilans bewusst. Über 50 Prozent des Weltbestandes sind in Deutschland heimisch. Bereits die Zahl der Rotmilane im Kreis Lippe übertrifft das Vorkommen in vielen europäischen Ländern. Für die lippschen Rotmilanfreunde ist dies ein weiterer Grund sich für ein Schutzprogramm dieses faszinierenden Greifvogels einzusetzen. Denn die Rotmilane sind heute noch vielen Gefahren ausgesetzt, auch in Deutschland und Lippe .


Ungewisse Zukunft für einen lippischen Jungmilan?

Sonntag, 10. November 2013

Tausende Kraniche am Himmel

Mäßiger Wind aus Nordwesten. In den nächsten Tagen soll es kälter werden. Startsignal für zehntausende von Kranichen in den Rastgebieten an der Ostsee und der Diepholzer Moorniederung. Zwischen 11:00 und 14:00 Uhr zeigten sich allein über den Bielefelder Westen weit über 5.000 Kraniche. Im Minutentakt zogen sie in den für Kraniche typischen Zugformationen Richtung Südwesten. Ihr nächstes Ziel ist vermutlich Frankreich. Am Lac du Der-Chantecoq, dem größten französischen Stausee sammeln sich jährlich über bis zu 100.000 Kraniche. Von dort geht es für die Kraniche weiter in ihre Winterquartiere in Südfrankreich und Spanien. Zwischen den vielen Kranichen entdeckte der lippische Rotmilanfreund zu seiner Freude auch vier ziehende Rotmilane.

Zugimpressionen vom 10. November 2013


 


Dienstag, 5. November 2013

Kraniche

Die Rotmilane haben Lippe verlassen. Jetzt lohnt sich ein Besuch bei den Kranichen in der Diepholzer Moorniederung. Zwischen Nienburg und Vechta rasten aktuell über 60.000 Kraniche. Tagsüber halten sie sich auf den abgeernteten Maisäckern auf. Am Abend fliegen die Kraniche in die Moore ein, denn dort befinden sich ihre Schlafplätze. Ein immer wieder faszinierendes Naturschauspiel. Gute Beobachtungsmöglichkeiten für den Abendeinflug gibt es von den Türmen im Rehdener Geestmoor, Neustädter Moor und vom nördlichen Turm am Uchter Moor. Von seiner Kranichreise hat ein lippischer Rotmilanfreund ein paar Eindrücke mitgebracht.


Morgenstimmung im Uchter Moor


Kurz vor der Ladung auf dem Maisacker


Besuch aus dem hohen Norden, ein norwegischer Kranich mit der Ringkombination Rot/Rot/Schwarz-Gelb/Weiß/Schwarz

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Flügelmarkenbeobachtungen

Der Lehrstuhl für Verhaltensforschung an der Universität Bielefeld bittet um  Mithilfe. Um weitere Flügelmarkenbeobachtungen zu erhalten, ruft Prof. Oliver Krüger interessierte Bürger auf, Funde zu melden. Wer also einen Greifvogel mit Flügelmarken oder Farbringen gesehen hat, kann dieses unter Bussarde@uni-bielefeld.de oder Tel. 0521/106-2842 melden. Sie unterstützen damit wichtige Forschungsprojekte. Die Beobachtungsdaten helfen, Antworten auf viele natur- und vogelschutzrelevanten Fragen zu finden. So erhalten die Fachleute Informationen über Bestandsentwicklungen, Todesursachen und Veränderungen des Zugverhaltens wegen klimatischer Einflüsse. Die Bielefelder Wissenschaftler beringten zu diesem Zweck bereits mehrere hundert Mäusebussarde und markierten sie zusätzlich mit Flügelmarken. Seit 2012 gilt ihr Forschungsinteresse auch dem Rotmilan. Als kleines Dankeschön für die Meldung von Mäusebussarden mit Flügelmarken oder Farbringen verspricht Prof. Oliver Krüger eine genaue Auskunft über die Herkunft der Tiere. Mehr Informationen zum Thema unter uni-bielefeld.de/bussarde.

 
Mäusebussard mit der Flügelmarke "weiß YP"

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Die Adlerwarte Berlebeck...

... war erneuter Treffpunkt der lippischen Rotmilanfreunde. Sie hatten zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. Gekommen waren der hessische Rotmilankenner Christian Gelpke von der HGON und die Bielefelder Oliver Krüger, Martina Börner, Anna-Katharina Müller und Nayden Chakarov. Im Beisein von Landrat Friedel Heuwinkel, der zugleich Schirmherr des lippischen Rotmilanprojektes ist, gab es zunächst einen Rückblick auf das Rotmilanjahr 2013. Die beiden Höhepunkte in diesem Jahr waren zweifelsohne der Rotmilanfilm mit einer tollen Filmpremierenveranstaltung in Schlangen und die Beringung der Jungmilane. Als Dankeschön dafür erhielten die Bielefelder vom Landrat Rotmilanpatenurkunden. Im nächsten Jahr planen die lippischen Rotmilanfreunde Rotmilane zu besendern. Christian Gelpke, der in Hessen seit einigen Jahren Rotmilane erfolgreich besendert, berichtete über seine Erfahrungen mit dieser modernen Ortungstechnik. Es war eine gelungene Veranstaltung. Vielleicht ist hier bereits die Vision für ein regelmäßiges Treffen von Rotmilanfreunden über die Grenzen von Lippe hinaus entstanden.


hintere Reihe, von links: Heiko Seyer, Christian Gelpke, Bernd Mühlenmeier, Andreas Fettig, Jörg Westphal, Benny Aschmann, Oliver Krüger und Dirk Grote, vordere Reihe, von links: Nayden Chakarov, Anna-Katharina Müller, Martina Börner und Robin Jähne, es fehlen: Landrat Friedel Heuwinkel und Klaus Hansen (Leiter der Adlerwarte)

Dienstag, 8. Oktober 2013

Rotmilan "Horst"

Das Rotmilanmännchen "Horst" ist einer der gefiederten Stars der Adlerwarte Berlebeck. Seit acht Jahren können die Besucher ihn im Freiflugprogramm der Adlerwarte bewundern. Die Adlerwarte Berlebeck ist die größte und älteste Adlerwarte Deutschlands. Das Freiflugprogramm findet täglich um 11:00 Uhr und 15:00 Uhr statt. Die Adlerwarte hat dieses Jahr noch bis zum 3. November geöffnet. Wer also den roten Drachen sehen möchte, hat jetzt noch die Gelegenheit. Ein Besuch lohnt sich, meinen auch die lippischen Rotmilanfreunde.
 

Rotmilanmännchen "Horst"

Montag, 30. September 2013

Daheimgebliebene

In den Rotmilanrevieren ist es still geworden. Das günstige Zugwetter am vergangenen Wochenende nutzten viele lippische Rotmilane und haben sich auf den Weg gemacht in ihr Winterquartier nach Spanien und Frankreich. So ist es selbst für uns Lipper selten geworden, Rotmilane am Himmel zu beobachten. Zwei, die noch im Revier ausharren, sind die Rotmilane vom Gehrenberg. Seit Tagen sind sie morgens an der Fütterungsstelle der Donoper Weißstörche anzutreffen. Als Rastbaum haben sich die beiden Altvögel eine große Fichte ausgewählt. Hier warten die zwei Rotmilane auf die allmorgendliche Fütterung. Aber auch sie werden irgendwann aufbrechen.


Gehrenberger Altvogel - vor dem Fotografieren waren es noch zwei

Freitag, 27. September 2013

Pflichtveranstaltung für Rotmilanfreunde

Ein ganz besonderes Event wird es am 2. Oktober in der Detmolder Stadthalle geben: Um 20 Uhr beginnt die Vorstellung des preisgekrönten Filmes "Abenteuer Lerchenberg". Autor und Regisseur ist Andreas Ewels - er ist Redakteur des ZDF.  "Durch unsere Zusammenarbeit in Mallorca konnten wir ihn bewegen, den Film in Detmold zu zeigen", so der Naturfilmer Robin Jähne.
In dem Film geht es um die ganz normalen Tiere vor der Haustür - die meist übersehen werden. Nahmhafte Tierfilme haben sie rund um die ZDF-Sendezentrale auf dem Lerchenberg eingefangen. Nach der Filmvorführung wird sich der Filmmacher Fragen stellen, die Detmolder Filmemacher Sarah Herbort und Robin Jähne werden von der Arbeit als Tierfilmer und von dem Lippischen Rotmilanprojekt berichten.
Was das mit der Veranstaltung zu tun hat? Es handelt sich um eine Benefizveranstaltung zugunsten des Lippischen Rotmilanprojektes. Der Eintritt ist frei, allerdings wird um eine Spende gebeten. 
Unterstützt wird die Veranstaltung der Detmolder Stadthalle durch den Rolfschen Hof und die Adlerwarte Detmold.
Einlass ist übrigens ab 19.00 Uhr...

Auf der WebSeite der Stadthalle gibt es weitere Informationen...

Andreas Ewels

Und hier die Einladung...
Bleibt nur noch zu sagen: Leute, kommt am 2. Oktober in die Stadthalle, das wird interessant...





Samstag, 21. September 2013

Filmpreis für den eleganten Greif aus Lippe

Das hatten Sarah Herbort und Robin Jähne nicht erwartet: Der  Film "Das Jahr des Rotmilans" wurde beim internationalen Greenscreen-Festival in Eckernförde als beste unabhängige Produktion ausgezeichnet. 
"Eigentlich können wir es noch gar nicht glauben", sagt das Team.  Denn das Niveau des Festivals ist extrem hoch. In diesem Jahr waren beispielsweise auch Filme der BBC dabei - und Naturfilm-Pionier Sir David Attenborough wird für sein Lebenswerk mit dem diesjährigen Heinz-Sielmann-Filmpreis geehrt.
Informationen gibt es unter diesem Link.

Die Preisverleihung an Sarah Herbort und Robin Jähne - Foto: Andreas Ewels


Die Laudatio:
"Ohne großes Budget und die Unterstützung eines Fernsehsenders einen Naturfilm zu produzieren, ist ein gewaltiger Kraftakt und braucht enormen Idealismus. Wer dann auch noch außergewöhnliche Kameraperspektiven, spannendes Tierverhalten und eine prägnante Message zu einem liebevollen Gesamtwerk vereint, hat etwas ganz besonderes vollbracht."

Dienstag, 17. September 2013

Noch kein Fernweh...

hat der Jungmilan mit der Flügelmarke TW. Er hält sich immer noch im Kreisgebiet von Lippe auf. Heute wurde er in der Feldflur bei Hagendonop gesichtet. Hagendonop liegt zirka 15 Kilometer südöstlich von Sylbach, seiner Geburtsstätte entfernt. Eigentlich hätte er schon auf dem Zug ins Winterquartier sein können, so wie viele der diesjährigen Rotmilane ihn bereits angetreten haben. Der Jungmilan TW war das Nesthäkchen einer erfolgreichen Dreierbrut (wir berichteten) und ein Männchen, wie Prof. Oliver Krüger bei der Beringung feststellte. Fast drei Monate sind seitdem vergangen, er ist jetzt auf sich allein gestellt. Sein Jagdverhalten wird von Tag zu Tag besser. So wird er hoffentlich erstmals im fernen Spanien oder Frankreich erfolgreich überwintern und dann wieder ins Lipperland zurückkehren.

Jungmilan TW kurz nach der Beringung

zusammen mit seinen Geschwistern im elterlichen Horst
und jetzt am 17. September 2013 bei Hagendonop

Bremer Stadtmusikanten

Einer fehlt noch: Hahn, Turmfalke und ... . Auf jeden Fall hat sich dieser Turmfalke einen besonderen Platz ausgewählt. Gesehen heute bei Lemgo-Voßheide. Glück auf beim nächsten Jagdflug. Die Windrichtung ist auf jeden Fall bekannt.
 
 

Montag, 9. September 2013

Der Rotmilan als Leitart

Die Bedeutung des Rotmilans in unseren Breiten erstreckt sich nicht nur auf die Besonderheit, dass der Weltbrutbestand dieses Taggreifs zu ca. 60 % in der Bundesrepublik Deutschland liegt, sondern auch auf die Wertigkeit seines Lebensraums.
Betrachtet man sich die Dichtezentren dieser Vogelart, erkennt man aufgrund der Biotopstrukturen, dass es gerade jene Lebensräume sind, die in unserem heutigen Landschaftsbild immer mehr verschwinden.
Extensiv genutzte offene bis halboffene Landschaftsräume sind Primärhabitate des Rotmilans.
 
NSG Sauertal  bei Grundsteinheim (Lichtenau)

 
Elementar für den Rotmilan ist die Erreichbarkeit des Bodens. Nur so kommt er an seine Beute, häufig Aas. Beweidetes Grünland, Luzerneschläge oder Kleeäcker sind in der heutigen Landwirtschaft aber nicht sehr gewinnträchtig. Stickstoffintensive Mais- oder Rapsäcker stellen heute lukrativere Alternativen dar als eine Viehweide.
Mit dem Verschwinden der traditionellen Nutzung geht der Rückgang jener Arten einher, für die diese Nutzungsformen von elementarer Bedeutung waren und sind. Werfen wir einen Blick in die aktuelle „Rote Liste“ der Brutvögel in NRW, finden wir diese Arten überproportional vertreten.
Wachtel, Rebhuhn, Grauammer belegen traurige Spitzenwerte im Bestandsrückgang. Aber auch die „Allerweltsarten“ wie Feldlerche, Bluthänfling oder Goldammer fügen sich in die Reihe jener Arten ein, die im Bestand bedrohlich zurückgehen.
Wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Die heutige Landwirtschaft erfüllt die Ansprüche unserer Konsumgesellschaft. Aber sollte es nicht möglich sein durch unser eigenes Verhalten und einige Korrekturen auf der politischen Ebene ein Landschaftsbild inklusive seiner landwirtschaftlichen Nutzung zu sichern, das ein Überleben der Arten des Offenlandes ermöglicht?
Vielleicht gelingt uns dieses mit einer Vogelart, für die wir eine internationale Verantwortung haben und die stellvertretend für ein ganzes Landschaftsbild steht.
Dem Rotmilan. 
von Dirk Grote
 

Freitag, 30. August 2013

Fotografieren unerwünscht

Das trifft auf diesen Rotmilan bei Dalborn zu. Kaum hatte ihn der Fotograf im Visier, schon machte er sich auf und davon. Der Rotmilan gehört zu der achtköpfigen Gruppe, in der sich auch der Rotmilan VL aufhält (wir berichteten). Rotmilane sind mitunter sehr scheu, vor allem, wenn sie sich in Gruppen aufhalten. Das ist auch gut so, denn dieser Instinkt kann lebensrettend sein. Denn auch  heute noch werden Rotmilane wie auch andere Greifvögel verfolgt und in ihren Winterquartieren sogar bejagd. So hat ihn der Fotograf das entgangene Foto gerne verziehen.

Donnerstag, 29. August 2013

Zurück in Lippe

Wiedersehen macht Freude. Rotmilan VL ist wieder in seiner lippischen Heimat. Er wurde in dieser Woche von den lippischen Rotmilanfreunden in Dalborn gesichtet, weniger als neun Kilometer östlich von seiner Geburtsstätte bei Heiden entfernt. Dort ist er zusammen mit seinen beiden Geschwistern zur Welt gekommen. Bei der Beringung wurde festgestellt, dass Rotmilan VL ein Männchen ist. Der Rotmilan ist nun im zweiten Lebensjahr. Er hielt sich in einer Gruppe von acht Rotmilanen auf. Jetzt im Spätsommer sammeln sich viele Rotmilane zu größeren Gruppen. Diese Gruppen können sich einige Tage bis Wochen in einem Gebiet aufhalten, bevor sie dann im Oktober in ihre Überwinterungsgebiete nach Spanien und Frankreich aufbrechen. Wo Rotmilan VL seinen ersten Winter verbracht hat, ist nicht bekannt. Auf dem Weg dorthin wurde er jedoch im September 2012 von einem Vogelfreund bei Schwerte beobachtet. Jetzt bleibt zu hoffen, das er auch im kommenden Jahr wohlbehalten zurückkehrt und vielleicht gemeinsam mit einer Partnerin in Lippe brütet.
 
 
Jungmilan VL in Dalborn, jetzt im zweiten Lebensjahr
 
 
Jungmilan VL nach der Beringung
 
 
Rotmilan VL mit seinen Geschwistern im Horst
 
 

Dienstag, 13. August 2013

Markierungen auch in Frankreich

Unter dem folgenden Link sieht man ein schönes Video, wie auch in Frankreich  Naturschützer der LPO Rotmilane beringen und  Flügelmarken anbringen. So wird ebenfalls versucht, mehr über die Lebensweise der Roten Drachen zu erfahren - wie in Lippe.

http://sciences-en-culture.univ-fcomte.fr/pages/fr/menu232/la-bague-a-la-patte-7801-16737.html

Mittwoch, 17. Juli 2013

Einzelkind

Der Horst war mit knapp 17 m recht niedrig, die Höhe also kein Problem, aber dennoch für Nayden nicht einfach zu erklettern. Denn der Horstbaum, den sich das Donoper Schwarzmilanbrutpaar ausgesucht hatte, steht an der Hangkante einer Mergelkuhle. Und so hat es ein wenig länger gedauert, bis er oben am Horst war. Dieses Mal war leider nur ein Jungmilan in der Kinderstube des Schwarzmilans. Im letzten Jahr hatte das Paar drei Küken großgezogen. Die beiden Altvögel sind häufig Gast bei der Fütterungsstelle der Donoper Weißstörche von Dr. Hollensteiner. So landet vermutlich so manches Eintagsküken auch im Kropf des Nachwuchses.
 
 
 
Jungmilan O4 kurz nach der Beringung

Samstag, 13. Juli 2013

Todeszone

Heute wurde bei einer Kontrolle eines Brutplatzes im Bereich Bad Meinberg leider wieder ein gerupftes Junges gefunden. Auch im Brutjahr 2012 wurden an gleicher Stelle ein oder zwei Rupfungen von Jungmilanen entdeckt. Wahrscheinlicher Täter war der Habicht. Der Standort ist wohl für eine erfolgreiche Jungenaufzucht nicht so gut geeignet. Die Milane waren sehr aufgeregt, und  riefen laut, was darauf hindeutet, dass es erst vor kurzer Zeit geschah. Welches Junge das Opfer war, LD oder YU, konnte leider nicht geklärt werden, vielleicht sehen wir in den kommenden Tagen wenigstens eines der Jungtiere. Es könnte daher auch durchaus passieren, dass die Eltern den Brutplatz im kommenden Jahr wechseln. Zu hoffen wäre, dass möglichst viele der anderen Jungen groß werden, denn bei vielen Rotmilanen und anderen Greifen wurde die Brut in diesem Jahr abgebrochen oder aufgegeben.

Rotmilanrupfung

Mittwoch, 10. Juli 2013

Wiedersehen

Heute ließ sich der Rotmilan mit der Flügelmarke "01" vom Norderteich gut als Ästling beobachten. Leider versteckte er seine Flügelmarken geschickt. Bestes Wetter, ohne viel Regen und Sturm sind im Moment für die heranwachsenden Milane gut. Leider gibt es wohl immer noch nicht viele Mäuse, da können die Milane am Norderteich natürlich auch Fisch zu sich nehmen. Ansonsten sind die Rotmilanfreunde gespannt, wann sich die ersten Greife mit Flügelmarken beim ausfliegen beobachten lassen.

Rotmilan 01 (Norderteich) als Ästling





 Rotmilan 01 (Norderteich ) mit Flügelmarken

Dienstag, 9. Juli 2013

Dankeschön!!

Die Rotmilanberingung 2013 ist beendet. Zum Abschluss haben wir auf der Adlerwarte Berlebeck ein wenig gefeiert. Die Arbeitsgruppe Rotmilanfreunde Lippe bedankt sich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Oliver Krüger, Nayden Chakarov und Anna-Katharina Müller. Die drei Bielefelder haben zwanzig lippische Jungmilane untersucht, vermessen, beringt und wohlbehalten wieder in den elterlichen Horst zurückgebracht. Leider war die Beringung von Altvögeln nicht erfolgreich. Wir lassen uns aber nicht entmutigen und starten im nächsten Jahr einen neuen Versuch.
 
 
Gute Teamarbeit ist wichtig. Von links: Robin Jähne, Benny Aschmann, Nayden Chakarov, Oliver Krüger, Anna-Katharina Müller und Jörg Westphal. Auf dem Bild fehlen die Rotmilanfreunde Heiko Seyer, Andreas Fettig, Bernd Mühlenmeier, Ingo Schmidt, Dirk Grote und Sarah Herbort.

Montag, 8. Juli 2013

Erfolgreiche Brut in nasser Nachbarschaft

Auch in diesem Jahr haben die Milane im Bereich Bad Meinberg in guter Nachbarschaft des Freibades wieder Bruterfolg gehabt. Zwei prächtigen Junge wurden nach der Beringung Flügelmarken angebracht.  Die Milane nutzten wieder den gleichen Baum und Horst wie im vergangenen Jahr. 2012 waren allerdings drei Küken gefunden worden, wovon ein oder zwei Junge später gerupft auf dem Boden lagen. Da hoffen wir, das dieses Jahr so etwas nicht wieder passiert. Wir werden auf jeden Fall in den nächsten Tagen die Rotmilane kontrollieren, ob beide Youngsters noch da sind.

Rotmilan LD






Rotmilan YU

Guter Bruterfolg

Das Dalborner Rotmilanpaar zieht drei Jungmilane groß. Während es dieses Jahr in Blomberg zu zahlreichen Gelege- und Jungenverlusten gekommen ist, waren die Dalborner Rotmilane sehr erfolgreich. Bei der Beringung befanden sich drei Jungmilane im Horst. Die Jungmilane waren bei guter Verfassung. Nach eingehender Untersuchung durch das Team von der Universität Bielefeld bekamen auch diese Jungmilane ihre Flügelmarken.

 
Dicht gedrängt im kleinen Horst
 
Eine Woche nach der Beringung sind die Dalborner Jungmilane bereits im Ästlingsstadium. Tagsüber verlassen sie den elterlichen Horst, kehren zur Fütterung aber meistens wieder zurück.
 
 
Jungmilan ZY als Ästling
 


Mittwoch, 3. Juli 2013

Überraschung in Sylbach

"Drei" hörten wir von oben. Statt der erwarteten zwei Jungmilane waren es sogar drei, die Nayden im Horst des Brutpaares von Sylbach bei Bad Salzuflen entdeckte. Eine faustdicke Überraschung für die lippischen Rotmilanfreunde, denn Dreierbruten sind 2013 nicht nur im Kreis Lippe selten. Die Altvögel hatten sich für die diesjährige Brut als Horstbaum eine Lärche ausgesucht. Für Nayden gut erkletterbar und so waren die  Jungmilane schnell am Boden, wo sie von Oliver beringt wurden. Alle  drei Jungmilane haben auch  Flügelmarken bekommen. Nach knapp 15 Minuten im Dienste der Wissenschaft waren sie wieder wohlbehalten im elterlichen Horst zurück.
 
 
Ein Horst mit genügend Platz. Das ist nicht immer so.

Freitag, 28. Juni 2013

Es ist soweit!

Vor der Beringung und Flügelmarkenaktion werden nochmals alle Horste kontrolliert. Das ist sinnvoll,  um festzustellen, ob die gesichteten Jungen für die Aktion groß genug sind. Auf dem Foto ist ein Junges aus dem Bereich Horn-Bad Meinberg zu erkennen - Kommentar des Fachmannes: "Sieht alles bei dem Jungen für das Alter gut aus." Spannend ist dann, wie viele Junge tatsächlich in den Horsten gefunden werden. Natürlich kann es manchmal passieren, das noch kurzfristig Junge der Witterung, einem anderen Greifvogel oder einem Feind wie beispielsweise dem Waschbär zum Opfer fallen. Genaue Erkenntnisse wird es dann aber erst beim erklettern der Horste, und bei der  Beringung mit Prof. Dr.Oliver Krüger und Nayden Chakarov von der Universität Bielefeld geben.



Freitag, 21. Juni 2013

Späte Freude

Auch zum Abschluss der Kartierarbeit gibt es noch immer Überraschungen! Nach einem Hinweis und sofortiger Suche wurde noch ein neuer Rotmilanhorst im Bereich Bad Meinberg gefunden. Die Kontrolle ergab ein Paar mit wahrscheinlich einem Jungvogel. Zuvor war beobachtet worden, dass Rotmilane mehrfach das betreffende Waldstück anfliegen. Darauf hin wurden bei einer genaueren Suche Kotspuren gefunden. So wurde das Gebiet eingegrenzt und der Horst entdeckt. Jetzt wird es bei der anstehenden Beringungs- und Flügelmarkierungs-Aktion spannend sein, zu erfahren, wie viele Junge im Horst sind. Die Rotmilanfreunde fiebern jedenfalls den nächsten zwei Wochen entgegen in diesem Zeitraum sollen an zwei bis drei Tagen die Jungmilane beringt und markiert werden. Erstmals sollen auch adulte Vögel gefangen und mit Flügelmarken ausgestattetwerden, um mehr über ihren Verbleib zu erfahren.